Raus aus dem Gefühlschaos & sanft in der eigenen Mitte landen

© Yogesh More - Fotolia.com
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Wenn du ein sensibler Mensch bist, wirst du es sicher auch erleben, dass dir die Gefühle von anderen Menschen sehr nahe gehen.

 

Manchmal so nahe, dass es gar nicht so leicht ist, die eigenen Gefühle von denen des Gegenüber zu unterscheiden. Kennst du das?

 

Die meisten von uns haben nicht gelernt, sich selbst vorbehaltlos anzunehmen. Da unser Leben uns in die Selbstliebe führen will, werden wir ungeliebte oder verdrängte Anteile zunächst in anderen entdecken. Das führt uns manchmal in Dramen, manchmal in Leid - und wenn wir uns entscheiden, aufwachen zu wollen - letztendlich in die Erkenntnis und Selbstannahme. Einen einfachen und sehr effektiven Weg aus Dramen immer wieder in die eigene Mitte zu finden, möchte ich heute mit dir teilen.

Wie komme ich da raus?


Vor vielen Jahren habe ich mich sehr von meinen Gefühlen irritieren lassen. Damals wusste ich noch nichts über das Spiegelgesetz und darüber dass uns im Außen das begegnet, was in unserem Innern entweder geklärt oder angenommen werden will. Als ich mich mit 26 Jahren unter riesigen Schmerzen aus einer großen Liebe getrennt habe, habe ich Gott sein Dank erkannt, dass ich all die großartigen und wunderschönen Eigenschaften und Erlebnisse, die dieser Mann mir schenkte, in mir selbst annehmen lernen darf. In der Zeit habe ich begonnen, Tanz als wichtiges Ausdrucksmedium für mich zu entdecken. Das alles half mir den Trennungsschmerz anzunehmen und mich selbst wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Damals kannte ich noch keine Meditationen und keinen weichen Atem. Mit diesen Werkzeugen fällt es mir heute viel leichter in meine Mitte zurückzukehren.

 

Wenn du gerade gefühlsstarke Odysseen in deinem Leben durch machst, sei es durch eigene Krankheit, Krankheit lieber Angehöriger, schwierige Situationen im Beruf oder andere Herausforderungen, nimm dir wertvolle Zeit für dich selbst!

 

Es ist so leicht und doch so verhängnisvoll sich in die Dramen anderer hinein zu verstricken. Das lenkt so schön von der Konfrontation mit sich selbst ab. Aber keine Angst. Wir müssen jetzt nicht in unsere eigenen Gruben schauen ;-). Es gibt einen sanften Weg, wieder in die eigene Mitte zu gelangen.

 

Kleine Tankstelle im stürmischen Alltag:

 

Ziehe dich aus dem Außen zurück. Schaffe dir einen Ort der Stille, wo dich niemand stört, mach es dir bequem und nimm deinen Atem wahr. Spüre deinen Atem, spüre dem Ein und Aus deines Atems nach und lass dich da so richtig schön hinein sinken. Wenn du angekommen bist, wirst du merken, dass dein Atem dich trägt. Und dann kannst du dich vielleicht noch ein Stück tiefer in diesen Halt hineinsinken lassen.

 

Probiere es aus. Du wirst merken wie gut dir das tut. Du wirst in deiner Sanftheit ankommen. Und das fühlt sich wunderbar an. Das Zulassen deiner Sanftheit macht dich stärker, weil du einen wichtigen Teil deiner selbst angenommen hast. Danach ist es leichter, den Stürmen des Lebens standzuhalten. Und du kannst sicher sein: Wenn du dran bleibst und immer wieder zu dir zurückkehrst, flauen die Stürme ab. Und du kannst wieder mit Leichtigkeit durch dein Leben tanzen.

 

Apropos. 


Tanzen ist natürlich der allerbeste Weg die Lebensenergien wieder so richtig ins Fließen zu bringen. Wenn dir der Kopf schwirrt vor lauter Problemen, leg eine coole Mucke auf und tanz alle Verspannung aus deinem Körper raus. Danach klappt das mit dem Sinken lassen in deinen Atem vermutlich noch viel besser.

 

Welche Erfahrungen hast du mit der Übung gemacht? Hast du eine Frage dazu? Ich freue mich auf deinen Kommentar hier unter dem Text.

 

Herzlich

deine Katrin

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