Was schenkt dir Geborgenheit?

Ist Geborgenheit dir auch so wichtig wie mir?

 

Dabei war das bei mir nicht immer so. In Zeiten als ich noch nicht sehr liebevoll mit mir umging, sehnte ich mich zwar nach Geborgenheit. Aber ich wusste nicht wie sie sich anfühlt. Ich suchte bei anderen Menschen danach. Manchmal traf ich jemanden, bei dem ich mich geborgen fühlen konnte. Doch meist war das kein dauerhafter Zustand. Es verschwand wieder. Und ich blieb allein zurück. Willst du wissen, wie ich die Geborgenheit in mein Leben geholt habe?


Wo wohnt denn bitte die Geborgenheit?


Ich wäre damals nie auf die Idee gekommen, sie in meinem Innern zu suchen.


Als junge Frau war ich so etwas wie ein Wandervogel. Mich zog es mal hier hin und  mal dorthin. Ich probierte dieses und jenes. Nirgendwo fühlte ich mich richtig zu Hause. Außer im Tanz. Zu Tanzen schenkte mir ein Stückchen zu Hause, Im Tanzen war ich in Kontakt mit meiner Seele, meinen Gefühlen und mit meiner Lebensfreude.


Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich die Geborgenheit in meinem Innern entdeckt habe. Wenn ich mich ganz tief in mich hinein sinken lasse, kann ich heute eine tiefe Geborgenheit in mir spüren. Ich fühle mich zu Hause in mir drinnen. Und diese Geborgenheit nehme ich mit, egal wo ich hingehe. Sie ist immer in mir. Und sie hilft mir, wahrzunehmen, ob eine Sache gut für mich ist oder nicht. Ob ein Mensch zu mir passt oder nicht. Ich bin sehr dankbar, dass die Geborgenheit jetzt in meinem Innern wohnt.


Und damit sie da bleibt, habe ich ein paar Dinge in mein Leben geholt, die mich regelmäßig an sie erinnern.


Meine Geborgenheits Top 5



1.    Mein kuscheliges Bett


Ich liebe mein Bett. Ich schlafe seit etwa 15 Jahren in einem wunderbaren in Berlin gefertigten Holzbett mit Naturmatratze. Die 10 Jahre davor hatte ich immer auf dem Boden geschlafen. Mein neues Bett war ein Fest damals für mich. Und dieses Fest dauert bis heute an :-).


2.   Meine Wollpullover


Ja ich liebe meine Wollpullover. Danke ihr Schafe, dass  ich von eurem wärmenden Wollkleid etwas abbekomme. Ich weiß es sehr zu schätzen. Mit meinen Wollpullovern macht es mir gar nichts aus, dass es jetzt draußen kalt wird ;-). Herbst und Winter willkommen. Ich kuschele mich in Wolle ein.


3.    Ein gemütlicher Nachmittag/Morgen/Abend mit mir selbst


und Zutaten meiner Wahl: Buch, Badewanne, schöne Meditationen und innere Reisen, Tee, Kakao, .... Manchmal verbringe ich am Wochenende einen ganzen Vormittag im Bett. Mit Buch, Tee, Audios ... da tanke ich dann eine extra Portion Geborgenheit.


4.    Ein Waldspaziergang


Im Wald fühle ich mich meist sehr geborgen. Voraussetzung: Ich kenne den Wald. Angst wäre ein Geborgenheitskiller.


Wenn ich ganz gemütlich und mit offenen Sinnen durch den Wald spaziere fühle ich mich von den Bäumen umarmt. Ihr friedliches wohlwollendes Wesen lässt mich in meiner Mitte ankommen, mich geschützt und aufgehoben fühlen. Und meistens tue ich dann noch


5.    Mich an einen Baum anlehnen


Mich an einen großen starken Baum anzulehnen finde ich wunderbar. Wenn ich in den Wald oder an den See gehe, suche ich mir intuitiv einen Baum aus, der mir genau das geben möchte was ich heute brauche: Schutz, Stärke oder eben Geborgenheit. Hast du das mal ausprobiert, dich bewusst und mit Hingabe an einen Baum anzulehnen oder ihn zu umarmen? Versuch es mal! Es fühlt sich so wunderbar an. Aus der Begegnung mit einem Baum gehe ich immer genährt und gestärkt heraus. Bäume haben so wunderbar liebevolle Energien, die sie gerne mit uns teilen. Sie warten auf dich!


Was sind deine Geborgenheitserinnerer?


Das waren meine derzeitigen Top 5 um mich mit Geborgenheit anzufüllen. Es ist ja so, dass die Dinge im Außen uns erst anziehen, wenn eine Tür in uns drin dafür offen ist. Deshalb lohnt es sich, die Geborgenheit in dir selbst zu finden - tief in deinem Innern.


Wenn dich das ruft, lade ich dich herzlich zum November-Workshop "Mein Bauch, mein Becken - die Geborgenheit in mir entdecken" ein.


Welche Geborgenheitserinnerer hast du? Schreibe mir hier unter dem Artikel! Ich freue mich darauf, deine Erfahrungen und Tipps zu lesen. Lasst uns uns gegenseitig inspirieren und die Geborgenheit in unser Leben einladen.


Herzlichst,

deine Katrin



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Kommentare: 2
  • #1

    Sabine (Montag, 13 Oktober 2014)

    Liebe Katrin,
    das Gefühl der Geborgenheit spüre ich schon beim Lesen deines Textes! Ich danke dir für´s Erinnern daran, wie wichtig und nährend die ruhigen Phasen des Alleinseins sind. Alles, was du aufzählst, kenne und liebe ich auch und ich finde das Herstellen innerer Geborgenheit mittlerweile überlebenswichtig.
    Es fällt mir manchmal gar nicht leicht, vor anderen dazu zu stehen, dass ich sie brauche und genieße. wenn meine Gegenüber sehr aktive, extrovertierte Menschen sind.
    Innerlich unterstützend finde ich Menschen, die mich an den Wert der Ruhe und Geborgenheit erinnern – wie Du jetzt.
    Einer meiner Wege zur Geborgenheit ist die Verbindung mit dem Atem, die ja jederzeit – selbst im Großstadt-Troubel- möglich ist. Mit den Händen auf dem Bauch den Atem zu spüren gibt Geborgenheit und Ruhe, auch den Atem durch „höhlige“, runde Bewegungen zu begleiten und sich damit einen lebendigen, schützenden Raum zu schaffen.
    Schön fand ich ein Video mit einem Text von Thich Nat Han, das ich neulich im Internet fand, die Einladung zu einem Tag ohne Machen. –Sein Hinweis darauf, dass Menschen in unserer Kultur unter Erholung oft ein Aktivitätsprogramm verstehen….
    Alles Gute für Deine Arbeit wünscht Dir Sabine.

  • #2

    Katrin (Mittwoch, 22 Oktober 2014 00:18)

    Liebe Sabine, schön das dich meine Worte erinnern. Ja es ist so wichtig, seine eigenen Wege zu finden in die Geborgenheit. Manchmal stimmen unsere Mittel überein und manchmal nicht. Und manchmal kann uns jemand inspirieren etwas Neues auszuprobieren. Danke dir für deinen inspirierten Kommentar!