Wie du es schaffst, liebevoll mit dir selbst zu sein

Komm, das schaffst du noch. Mach schon, das ist doch wirklich nicht schwer. Stell dich nicht so an, andere schaffen das doch auch.

 

Kennst du solche Sätze? Die meisten von uns haben sie, als wir Kinder waren,  gehört. Ich schon. Von allen Seiten. Viele Jahre lang habe ich selbst versucht, mich mit solchen Sätzen zu motivieren. Ganz ehrlich, das war ganz schön ineffektiv, weil ich mich oft für Dinge angestrengt habe, die gar nicht meine waren. Glücklich gemacht hat es mich nicht.

 

Und du? Bist du erfolgreich damit? Und noch viel wichtiger - glücklich? Oder müde geworden?

 

Irgendwann vor vielen Jahren habe ich den größten Antreibern in mir aufgekündigt. Warum sollte ich andauernd Dinge tun, die mir nicht gut tun? Ich war sicher, dass es da noch einen anderen Weg geben musste. Und ich war gewillt ihn zu finden.

 

Mittlerweile weiß ich, das es jeden Tag meine Entscheidung braucht, den liebevollen Weg zu gehen. Ich möchte dir heute eine ganz einfache Übung verraten, wie auch dir das in deinem Leben gelingen kann.

 

Wie eine liebevolle Mutter mit ihrem Kind

 

Nimmst du dir regelmäßig Zeit für dich selbst in der Stille? Ich selbst bin nicht der Typ für die klassische Meditation. Meine Stillezeiten bestehen meist aus weichem Atmen, Körperreisen, anderen Entspannungsübungen und geführten Meditationen. Das wichtigste für mich ist, zu spüren was gerade in mir los ist. Welche Gefühle sind da? Diese wollen gefühlt und angenommen werden. 

 

Manchmal löst ein Problem in meinem Leben Emotionen in mir aus, die nicht vergehen wollen. Dann mache ich es mir in meiner Kuschelecke (bei mir ist das in meinem Bett) gemütlich und lasse mich erst einmal in meinen Körper hineinsinken. Spüre meinen Atem, meinen Brustkorb, meinen Bauch, meine Arme, Beine und meinen Kopf. Wenn ich dann mit meiner Energie aus dem Kopf in meinen Körper angekommen bin, nehme ich wahr, wie es mir geht, welches Gefühl jetzt da ist. Und wenn ich mich dann traurig oder verlassen fühle, dann stelle ich mir vor, wie ich in die Arme meiner inneren Mutter sinke.

 

Wer ist denn bitte meine innere Mutter - fragst du?

 

Das ist ein Bild, was ich in meinem Innern erschaffen habe. Auch du bist nicht so bemuttert worden, wie du es eigentlich wärest? Deine Mutter wahrscheinlich auch nicht. ABER du hast bestimmt, wie die meisten von uns, eine große Portion Fantasie mitbekommen. Und mit dieser kannst du dir deine Idealmutter nachträglich ins Leben holen. In dein inneres Erleben. Ich nenne sie übrigens meine "Urmutter". Sie ist groß und weich und rund. Und in ihren weichen warmen Schoß lasse ich mich sinken, wenn ich Trost brauche oder traurig bin.

 

Du meinst jetzt vielleicht, du würdest dir da etwas vormachen?

 

Hattest du schon mal einen Alptraum? Dann weißt du, welche Gefühle und Emotionen entstehen können in unserem Kopfkino. Probiere es aus! Es wird vielleicht nicht beim ersten Mal DAS überwältigende Erlebnis sein. Aber wenn du dir diese kleine innere Reise zur lieben Gewohnheit machst, wirst du merken, dass sie dir gut tut. Das sie dir hilft, dich selbst anzunehmen so wie du bist, mit all deinen Gefühlen. Auch den "negativen". Und dir selbst das zu geben was du brauchst. Damit wirst du ein Stück unabhängiger, deine innere Freiheit wird größer. Du kannst innerlich wachsen.


Zu Beginn wirst du dich fragen: Ja wie hätte ich sie gern - meine Urmutter. Welche Eigenschaften hat sie, wie sieht sie aus, was strahlt sie aus. Meine Urmutter trägt all die femininen und urweiblichen Merkmale in sich: warmherzig, seelenvoll, verständnisvoll, annehmend, offen ... Wie sieht deine aus?


Jetzt kannst du dich in deinem Alltag an deine liebevolle innere Mutter erinnern. Und immer wenn du einen Fehler gemacht hast, etwas verpatzt hast, zu spät gekommen bist, ... (bitte selbst ergänzen), frage dich, was würde deine liebevolle Mutter jetzt sagen oder tun. Meine nimmt mich immer erst einmal in den Arm :-). Tröstet mich. Spricht mir Mut zu. Wenn ich bei ihr aufgetankt habe, kann ich auch wieder in die Welt hinaus gehen. Mit offenem Herzen.


Probiere es aus. Du wirst dich wohler mit dir fühlen. Und das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

 

Ich freue mich von deinen Erfahrungen zu hören und wie es dir mit der Übung geht. Schreibe gerne einen Kommentar!

 

Herzlich Katrin

 

 

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