10 Tipps für mehr Lebensgenuss, Teil 1

Bist du eigentlich ein Genussmensch?

 

Ich schon - allerdings wusste ich das bis vor einigen Jahren noch nicht. Vor 10 oder mehr Jahren habe ich mich in manchem Entscheidungen noch von meinem Ego regieren lassen. Ich hatte so meine Vorstellungen vom Leben, die nicht unbedingt zu mehr Wohlgefühl geführt haben, als ich sie wahr machte.

 

Zum Beispiel meinte ich unbedingt in diversen Tanzperfomance-gruppen dabei sein zu müssen, weil ich natürlich wichtig, besonders und künstlerisch sein wollte ;-). Ich habe mich in keiner der Gruppen wirklich wohl gefühlt. Und meine Selbstverwirklichung habe ich dort auch nicht getroffen ;-).

 

Damals habe ich die Entscheidung getroffen, nur noch Projekte mitzumachen, bei denen ich mich wohlfühle. Schließlich ist das meine Lebenszeit, die ich einsetze. Es hat noch ein paar Versuche und Irrtümer gebraucht, bis ich da angekommen bin, wo ich heute stehe: Ich lasse mich von meiner Intuition zu neuen Dingen leiten und genieße meistens was ich tue.

 

Hier die ersten 5 meiner 10 Tipps für garantiert mehr Lebensgenuss in deinem Leben:

Lebensgenusstipp 1: Nimm dir Zeit zum Nichtstun

 

Nimmst du dir im Laufe deines Tages immer mal wieder kleine Atempausen?

 

Ein Blick auf den Baum vor deinem Fenster und den drolligem Spatzen, der sich gerade putzt.

 

Nach der getanen Aufgabe die Augen schließen und dich für ein paar Atemzüge lang in deinen Körper sinken lassen.

 

Dich zu Hause auf dein Sofa legen und einfach mal alle Viere gerade sein lassen. Ohne Fernseher an ;-).

 

In der Zeit, in der du nichts tust, können deine Batterien aufladen. Wir haben nicht unendlich viel Lebensenergie zur Verfügung. Je älter du wirst, desto wichtiger wird es zu lernen, weise mit seiner Lebensenergie umzugehen.

 

Wenn du zu den Vielbeschäftigten gehörst, musst du vielleicht ein wenig erfinderisch werden, um dein Wohlgefühl im Nichtstun zu entdecken. Probiere aus, ob du dich in der Badewanne oder in der Sauna, beim Slow-Motion-Waldspaziergang oder beim Musikhören am besten entspannen und aufladen kannst.

 

Beobachte dich selbst. Spüre in dich hinein, welches Nichtstun du jetzt brauchst.Achte darauf, wie du nach deiner Nichtstun - Zeit fühlst. Es gibt kein Rezept, das immer funktioniert. Bleib flexibel und offen. Und genieße dein Sein!

 

Lebensgenusstipp 2: Lass dich in deinen Körper sinken


Wir können nur genießen, wenn wir unseren Körper fühlen.


Mache es dir zur Gewohnheit, dich immer mal wieder in deinen Körper hinein sinken zu lassen. Am besten jetzt gleich und hier.

 

Lehn dich zurück. Schließe deine Augen. Spüre deine Füße, deinen Bauch, deinen Brustkorb, deine Schultern, deine Hände.

 

Und wie fühlt sich das an? Ändert es was an deiner Wahrnehmung, an deinem Wohlgefühl?

 

Vielleicht fällt es dir nicht ganz leicht, deinen Körper wahrzunehmen und ihn zu spüren. Dann gönne dir über einen gewissen Zeitraum täglich eine Körperreise oder Progressive Muskelentspannung. Mit etwas Übung wird es dir zur Gewohnheit werden, deinen Körper zu fühlen.

 

Mach dir deinen Körper zum besten Freund. Dann hast du deinen besten Wegweiser immer bei dir. Du kannst in ihn hineinlauschen und bekommst ganz schnell mit, ob etwas für dich passend ist oder nicht.

 

 

© Patrizia Tilly - Fotolia.com
© Patrizia Tilly - Fotolia.com

Lebensgenusstipp 3: Nimm deinen Atem wahr


Wir atmen Millionen mal ein und aus während wir leben. Jeder Atemzug versorgt deinen Körper mit frischen Sauerstoff aber der Atem ist noch sehr viel mehr.

 

Hast du dich mal beobachtet während du atmest? Wie geht dein Atem jetzt? Eher tief und entspannt oder flach und schnell?

 

Der weiche Atem, den ich vor ein paar Jahren von Lea Hamann kennenlernte, war eine Offenbarung für mich. Dein Atem beruhigt und vertieft sich oft von ganz allein, wenn du ihn fließen lässt so wie er möchte. Und das fühlt sich wunderbar entspannend an.

 

Wenn du magst, lehne dich auf deinem Stuhl zurück. Nimm deinen Atem wahr. Spüre wie sich dein Brustkorb hebt wenn du einatmest und senkt wenn du ausatmest. Spüre wie auch deine Bauchdecke sich beim Atmen hebt und senkt. Lasse deinen Atem fließen, so wie er möchte. Und dann lass deinen Atem weich werden.

 

Wie fühlt sich das an? Merkst du, dass du innerlich auch weicher wirst mit deinem weichem Atem. Fühlt sich das nicht wunderbar an?

 

Lebensgenusstipp 4: Mach es anders


Ich kenne viele Meditationen, Entspannungsübungen, Anleitungen, Rezepte, Imaginationsreisen ... die alle dafür gedacht sind, Menschen sich selbst näher zu bringen. Einige davon funktionieren für mich gar nicht. Andere Übungen funktionieren so gut wie immer. Ich habe ein paar Anleitungen in meinem "Werkzeugkoffer", die ich regelmäßig benutze, um zu entspannen, in meinen Körper zu kommen oder meiner Intuition zu lauschen.

 

Wenn ich mir meine Stille-Zeit nehme, lausche ich zuerst in mich hinein und erspüre, was ich heute brauche, was mir heute gut tut, was mir jetzt helfen kann. Dann wähle ich eine Anleitung und es kommt vor, dass ich mitten in einer Übung aufhöre den Anweisungen zu folgen und meinen eigenen Weg gehe. Vielleicht später wieder einsteige.

 

In meine LebensTanz-Kurse kommen immer mal wieder Frauen, für die das eine oder andere, was ich an Anregung gebe, nicht funktioniert. Deshalb sage ich zu Beginn jeder Stunde: Such dir das heraus aus meinen vielen Anregungen und Angeboten, was für dich passt. Und das andere lass einfach weg. So einfach. Wir sind alle verschieden. Finde heraus was für dich funktioniert und dann mach es genau so.

 

Es gibt kein Rezept für mehr Lebensgenuss. Wenn etwas nicht klappt, mach es mal genau anders als in der Anleitung vorgegeben. Sei erfinderisch.

 

Ist es für dich kein guter Weg mit einer Körperreise in die Entspannung zu kommen - dann versuch etwas anderes. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und garantiert ist etwas für dich passendes dabei.

 

Mach es anders - das macht dich frei!

 

Lebensgenusstipp 5: Nimm deine Gefühle wahr und lass sie fließen


Wenn du ein bisschen so bist wie ich, dann hast du als Kind gar nicht gelernt deine Gefühle wahrzunehmen. Noch heute sehe ich jeden Tag Situationen, in denen Kinder von Erwachsenen zurechtgewiesen werden, nicht zu laut sein dürfen, gefälligst Rücksicht auf die Erwachsenen nehmen sollen, dies und das beachten sollen. Puh - mal davon abgesehen, dass das unheimlich anstrengend ist, ständig zurechtgewiesen zu werden, geht dabei auch jedes Gefühl für sich selber verloren.

 

Uns selbst und unsere Gefühle wahrzunehmen haben die meisten von uns als Kind verlernt. Es war Überlebensstrategie.

 

Dementsprechend mühsam kann es sein, das als erwachsener Mensch nachzuholen. Vielleicht hast du schon mal eine gute Therapie genießen dürfen. Ein einfühlsamer und dir zugewandter Mensch hat dir geholfen, deine Gefühle in dir freizulegen. Hat dir geholfen zuzulassen, dass es ganz natürlich ist, positive und negative Gefühle zu haben. Vielleicht bist du auch selber darauf gekommen und hast es mit dir selbst geübt.

 

Eigentlich ist es nämlich ganz einfach mit den Gefühlen. Sie wollen von dir nur 2 Dinge: wahrgenommen werden und fließen. Das ist manchmal leicht und manchmal ein bisschen schwerer.

 

Ich möchte dir verraten, wie ich meinen Gefühlen Raum gebe, sich zu zeigen und fließen zu können.

 

Mehrmals die Woche, am liebsten morgens, je nach Tagesrhythmus aber auch mal mittags oder abends reserviere ich mir meine Stille-Zeit. Ich mache es mir dabei in meinem Bett gemütlich. Als erstes verbinde ich mich mit meinem Körper und oft zeigt sich während der Körperreise schon ein Gefühl, das wahrgenommen werden will. Das tue ich dann. Wenn es ein  trauriges Gefühl ist, fangen meist meine Tränen von selbst an zu laufen. Je nach Schwere des Gefühls dauert das von ein paar Sekunden bis ein paar Minuten. Danach spüre ich Erleichterung und fühle mich gut mit mir verbunden. Meist bleibe ich noch ein wenig bei mir, in meinem Körper und schließe meine Innenreise mit einem kleinen Ritual ab und gehe verbunden, gestärkt und im Fluss in meinen Tag.

 

Wenn du ein wenig geübt bist, wird es dir im Alltag ganz leicht fallen, deine Gefühle als Wegweiser zu nutzen. Für das was du sagen willst, als Hilfe, um Situationen und Menschen einzuschätzen und natürlich um gut für dich selbst zu sorgen.

 


Das waren die ersten fünf meiner Tipps für mehr Lebensgenuss für dich. Haben sie dir gefallen?


Nimm dir einen Tipp heraus und setze ihn um! So hast du am meisten davon.


Nächste Woche bekommst du weitere 5 Tipps von mir, um deine Genussfähigkeit zu steigern.

 

Entspannt zu sein, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen um genießen zu können. Nimm dir Zeit, dich zu entspannen. Wie auch immer dir das am besten gelingt. Mache es dir zur Gewohnheit. Deine Lebensqualität wird dadurch sehr wachsen.

 

Wenn du gern liebevolle Anleitung für mehr Lebensgenuss wünscht, dann komme gerne in einen LebensTanzkurs. Ich freue mich, dir den Weg zu zeigen dein Leben mehr zu genießen.

 

Welcher Tipp gefällt dir besonders gut? Was hilft dir dein Leben zu genießen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

Herzlich,

deine Katrin

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