Entspannt sein - so schaffst auch du das

Wann warst du zuletzt so richtig wohlig entspannt? Fiel es dir leicht dich zu entspannen? Was hast du getan oder gelassen, um in diesen Zustand zu gelangen?

 

Seit vielen Jahren trainiere ich fast täglich mich tief zu entspannen. Ich kann mich noch erinnern, wie mir das sehr schwer fiel. Viele Jahre plagte mich eine innere Ruhelosigkeit. Die sah man mir von Außen zwar nicht an, aber die wilde Affenhorde in meinem Kopf ließ mir keine Ruhe. Tage- und nächtelang wälzte ich Probleme in meinem Verstand umher. Sie ließen mich einfach nicht los. Das war kein schönes Leben. Ruhelos, von Lebensgenuss keine Spur.

 

Heute möchte ich dir erzählen, wie ich es geschafft habe, überwiegend entspannt zu sein im Alltag. Und wenn ich das geschafft habe, kannst du das auch!

 

Ich hatte nämlich alles andere als gute Voraussetzungen in meinem Leben und eigentlich wenig Grund wirklich entspannt zu sein. In meinem Alltag als alleinerziehende Mutter hatten sich eine Menge Probleme angehäuft. Ich merkte dass ich irgendetwas tun muss. Ich musste es schaffen, in der Zwischenzeit, in der ich nicht mit Problemlösen beschäftigt war, von diesen loszulassen und mich zu entspannen. Ansonsten hätte ich massive gesundheitliche Probleme bekommen.

 

Neben dem, dass ich mir wirksame Unterstützung geholt habe und dafür gesorgt habe, dass mein Körper alles bekommt was er braucht, um gesund zu sein, habe ich mit einer regelmäßigen Entspannungspraxis begonnen.

 

Ich staune heute noch manchmal, wie es mir gelingt in kurzer Zeit sehr tief zu entspannen und sich meine Energiereservoirs wieder auffüllen dabei.

 

Tagsüber ein Nickerchen, abends im Bett schnell einschlafen,

mich mit und in mir wohlfühlen,

mich entspannt auf neue Begegnungen / Ereignisse einlassen -  das war für mich früher Utopie.

 

Als ich vor vielen Jahren begonnen habe mich regelmäßig zu entspannen, konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt sich wirklich tief zu entspannen. Es war schön mal nicht zu denken. Wenn ich das erreicht hatte, war ich schon glücklich. Das sich über die Jahre der regelmäßigen Entspannungspraxis noch viel mehr erreichen lässt, wusste ich nicht. Es fühlt sich so wunderbar an, wenn ich mitbekomme wie mein Gehirn ein paar Frequenzen langsamer schwingt und der Erholungseffekt ist wirklich ein Geschenk. Mit der Zeit trainierst du dein Gehirn auf die langsameren Frequenzen und dein ganzes Leben kann sich entspannen. Eine Wohltat!


Es ist wirklich eine wertvolle Fähigkeit, sich tief entspannen zu können und ich möchte dir Mut machen, dass auch zu erreichen.


Pause
Pause

Achte auf die Bedürfnisse deines Körpers

Ein gesunder und gut versorgter Körper kann sich leichter entspannen. Wenn du dich ausgewogen ernährst und evtl. sinnvoll ergänzt, ausreichend und reines Wasser trinkst, für regelmäßige Bewegung sorgst, ist dein Körper in der Balance und wird sich leichter entspannen können.


Beobachte dich, wie du bei Schlaf- oder Bewegungsmangel reagierst. Beobachte wie die Lebensmittel, die du zu dir nimmst, von deinem Körper angenommen werden. Lass dir helfen, wenn du Unterstützung brauchst. Unausgewogenheiten bei der Nährstoffversorgung können sich durchaus in mangelnder Konzentrations- und Entspannungsfähigkeit äußern.


Mach dich schlau UND pflege einen guten Draht zu deinem Körper.


Was brauchst du um dich entspannen zu können?

Manch eine braucht nur ihre Augen schließen und schon ist sie weg.


Für mich als hochsensibler Mensch ist Entspannung nicht so leicht zu kriegen ;-). Ich schätze meine Sinne sehr, kann sie aber schlecht abschalten. Also brauche ich entweder absolute Ruhe oder eine tolle Anleitung für die Entspannung, die ich mir am liebsten über Kopfhörer anhöre.


Ich kann mich noch erinnern, wie ich mir meine Entspannungszeiten eingefordert habe, als mein Sohn sehr klein war. So etwa mit 2-3 Jahren war er in der Lage zu verstehen, dass er mich für eine festgelegte Zeit nicht stören durfte. Ich habe ihm erklärt, dass ich jetzt eine Pause bräuchte. Und das ich mich nur entspannen könne, wenn ich nicht gestört würde. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hat er das verstanden. Und wir haben beide davon profitiert.


"Tür zu" war eine ganz wichtige Regel und Voraussetzung für mich.

Ich brauchte es, ganz allein zu sein, um mich tief entspannen zu können.


Hast du eine Entspannungsmethode wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung gelernt? Dann kannst du dich vielleicht auch ohne fremde Anleitung gut entspannen. Allerdings ist Voraussetzung, du bleibst in Übung. Eine Alternative wäre, dir Anleitungen dafür als Audioaufnahme z.B. auf CD zu besorgen.


Ich lasse mich total gerne anleiten beim Entspannen. Wenn mich jemand führt, kann ich mich viel tiefer in die Entspannung hinein fallen lassen. Ich höre meine eigenen Audios beim Entspannen und habe noch eine kleine Auswahl an kurzen und längeren Audios, die mir helfen mich sicher ins Land der Entspannung zu tragen.


Hilft dir eine gute Anleitung?


Es kann außerdem hilfreich sein, sich kleine Rituale zuzulegen, so dass dein Unterbewusstes dich versteht und dir beim Entspannen hilft. Das kann z.B. die immer gleiche Musik oder immer derselbe Ort sein, an dem du dich entspannst. Oder du trinkst zum Herunterkommen erst einmal eine Tasse Tee. Schau mal was dir helfen könnte und was du magst.


© Coloures-pic - Fotolia
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Finde die passende Entspannung für dich

Für mich funktionieren Körperreisen am besten um mich zu entspannen. Ich erreiche damit zuverlässig wunderbar tiefe Entspannungszustände.


Manch eine kommt allein mit ihrer Vorstellungskraft nicht so leicht in den Körper. Da braucht es etwas "handfestes" wie Progressive Muskelentspannung. Die Kombination von Anspannung und Entspannung, ganz körperlich ausgeführt, ist eine tolle Methode für den Einstieg in die Entspannung und für diejenigen, die sich dann besser spüren.


Es gibt auch reine Phantasiereisen zur Entspannung, die werden oft für Kinder angeboten. Ich würde sie allein für sich nicht wirklich empfehlen. Für mich gehört zu einer guten Entspannung immer auch die Körperentspannung dazu.


Für viele Menschen reicht die befriedigende Entspannung nach intensiver körperlicher Betätigung wie Sport oder Tanzen aus, um sich wohl zu fühlen. Sich intensiv bewegen UND danach tiefenentspannen wäre die Steigerung. In den LebensTanzkursen findest du diese sehr effektive Form der Entspannung.


Die populären asiatischen Techniken wie Yoga, Qi Gong, Tai Chi sind weitere gute Methoden, um seinen Körper und Geist nachhaltig zu entspannen.


Es gibt noch viele weitere Methoden sich zu entspannen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: sie wollen praktiziert werden. Ich möchte dir noch ein paar sehr angenehme Entspannungswege in Erinnerung rufen:

  • ein wohliges entspannendes Bad bei Kerzenschein und feinen Düften
  • ein Waldspaziergang
  • eine entspannende Körpermassage

Dir fallen bestimmt noch einige Dinge mehr ein ...


Plane deine Entspannungszeiten

Ganz wichtig! Wenn du einen sehr voll gespickten Alltag hast oder dazu neigst von einer in die nächste Aktivität zu hechten - plane dir Ruhezeiten ein!


Ich möchte dir ans Herz legen dabei klein anzufangen. Nimm dir lieber vor mit 5 Minuten jeden Abend oder jeden Morgen zu beginnen. Andernfalls ist die Gefahr das du deine Vorgabe nicht einhalten kannst und aufgibst sehr groß.


Und noch was wichtiges: Mach dich nicht fertig, wenn du deine Verabredung mal 1,2 Tage nicht einhältst. Steig einfach wieder ein. Wenn du allerdings länger aussetzt, solltest du dich schon fragen, woran das liegt. Vielleicht hast du dich nicht gut vorbereitet (CD mit Anleitung immer nebens Bett legen).

Oder die Zeit ist doch nicht passend.


Plane und bleib flexibel - damit habe ich die besten Erfahrungen.


Auf was du sonst noch achten kannst

Fange einfach an.


Bei mir war es so, dass ich als ich erst einmal "Blut geleckt" hatte, nicht mehr davon lassen konnte. Der Gewinn aus der Entspannung war so wertvoll, dass ich sie nicht mehr missen will.


Finde heraus, was bei dir am besten funktioniert. Verzage nicht. Gib nicht auf. Es gibt eine oder mehrere Lösungen auch für dich. das wäre doch gelacht :-).


Nimm dir neben deinem Entspannungstraining noch weitere stille Auszeiten. Waldspaziergänge, Gartenarbeit ohne Stress!, einfach mal nichts tun, Wolken oder fließendes Wasser beobachten ... Verabrede dich mit deiner Freundin und tauscht Massagen. Es gibt so viele schöne Möglichkeiten mehr Entspannung in dein Leben zu bringen.


Tu es!


© Patrizia Tilly - Fotolia.com
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Übung macht die Meisterin

Bleib dabei! Lass dich nicht von deinem inneren Schweinehund einfangen. Oder von deinen Kindern, deinem Mann oder sonst wem abbringen. Du entscheidest, was du mit deiner Zeit tust.


Vielleicht findest du sogar eine Freundin, die mitmacht. Dann könnt ihr euch austauschen und euch gegenseitig Mut machen.


Gib auch nicht auf, wenn du nicht gleich die gewünschten Ergebnisse erzielst. Mach weiter. Gerade zu Beginn ist eine regelmäßige Praxis wichtig. Du kennst die 21 Tage Regel? Solange braucht unser System, um eine neue Gewohnheit anzunehmen. Ich würde sagen, 4 Wochen sind besser.


Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen mitgeben und dir Mut machen, mehr Entspannung in dein Leben hineinzulassen.


Hast du eine Frage, wie du mehr Entspannung in dein Leben einladen kannst, schreibe sie hier unter den Artikel ins Kommentarfeld. Trau dich!


Wenn du Hilfe brauchst, weil du nicht weißt, wie du beginnen sollst, und es anonymer brauchst, schreibe mir eine Nachricht wo dein Problem liegt. Ich antworte dir garantiert.


Verrate uns doch deinen ganz speziellen Tipp oder deine Form, wie es dir schon gelingt dich zu entspannen. Schreibe deinen Kommentar hier unter den Artikel!


Herzlich,

deine Katrin

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